Edan Gorlicki (D)

A litte too close

Edan Gorlicki – Choreographer, Mayke van Kruchten – Performer, Evandro Pedroni – Performer

«A little too close» is the first part of a study on power and control. This duet takes place inside the line between two sides of a relationship. The work aims to suggest the existence of an unknown role-playing relationship. For better and for worse, there is a layered cycle of patterns in our relationships. We need structure and control for clarity but this can easily become abusive and destructive. There is a fine line between healthy structures to horrifying abuse of power. Can we find this fine line? understand it? And learn to not cross it? ‘A little too close’ is a study of this thin line

Edan Gorlicki – Choreographer, Mayke van Kruchten – Performer, Evandro Pedroni – Performer

inConcert

Eclecta Forever (CH)

Marena Whitcher, Andrina Bollinger

Es geschieht nicht alle Tage, dass ein Duo musikalisch dermassen harmoniert, wie es bei Eclecta Forever zurzeit passiert. Zwei herausragende Sängerinnen, eine Band: Hier verschmelzen die Stimmen zweier Musikerinnen, werden von auffälligen Schlagzeug- und feinfühligen Piano-Passagen begleitet, mit Pop weich abgefedert, mit ruppigem Rock durchgeschüttelt und in der Zweisamkeit wird dennoch genügend Platz für individuelle Eigensinnigkeit gelassen. Marena Whitcher, Multiinstrumentalistin, findet mit Andrina Bollinger, ebenfalls mit mehreren Instrumenten vertraut, ihren perfekten Konterpart.

Seit der Bandgründung 2011 feilen die Musikerinnen an ihrem eigenen Sound, experimentieren was das Zeug hält, um am Ende ein sonores Abbild ihrer Dualität abzugeben. Während in manchen Songs Gitarre & Stimme ohne weitere Verzierungen im Singer/Songwriter-Stil im Scheinwerferlicht glänzen, beweist das Duo in anderen Songs Attitüde und liebäugelt mit Rock und breitbeinigem Auftreten. Apropos Auftreten: Bei Eclecta Forever geht nichts über eine gute Performance. Hier können schon mal die Fetzen fliegen, wenn ihre Instrumente in den Hintergrund rücken und sie mit ihren Darstellungen die Bühne bis zur letzten Ecke nutzen.

inConcert

Ikarus (CH)

Die Band IKARUS verwischt Traum und Wirklichkeit. Die fünf MusikerInnen evozieren surreale Landschaften und beschwören mit tänzerischen Minimal- Grooves, psychedelischen Soundscapes und angejazzten Para-Popsongs unser phantastisches Hören. Bartôk trifft auf James Blake. Arvo Pärt auf Eivind Aarset. Die Visuals des Künstlers Daniel Eaton erweitern das Konzert zur synästhetischen Erfahrung.

Auf dem im April 2015 erschienenem Debut-Album ECHO (Ronin Rhythm Records) präsentiert die Band ihr Können zwischen Stille und Sturm. Vokale Klänge von gläserner Klarheit treffen auf rhythmisch rohe Klippen, aus flüchtigen Klangteppichen erscheinen engelhafte Stimmen und geisterhaftes Gemurmel verführt uns in die Tiefe der Töne. Evocation-Music.

TRANS:FORMATOR

Kerstin Pell (A)

Work hard play hard

Ob Aktie, Produkt oder Angestellter – in einem neoliberalen Wirtschaftssystem müssen sie alle gewinnbringend funktionieren. Durch das Aufkommen des New Public Management und einer damit verbundenen stärkeren Leistungsorientierung in der Personalpolitik ist die Arbeitsleistung einer ständigen Kontrolle ausgesetzt und dabei an eine permanente Selbstdarstellung gekoppelt. Der Zwang nach Authentizität und Glaubhaftigkeit, das ständige unter Beobachtung stehen, der unaufhörliche Druck sich stets im besten Licht zu zeigen und zu glänzen. Selbstdarstellung bis zur Selbstaufopferung.

TRANS:FORMATOR

Kollektiv hirshin&gaul

Plastic Fantastic

Kira Van Eijsden, Kornelia Cichon, Larissa Lang, Nicole Lechmann, Ursula Rösli

Plastik ist nützlich, formbar und vielseitig, allgegenwärtig – und hat einen schlechten Ruf: Das Material besteht aus Ölen, enthält Gifte, verpestet die Meere. Es ist billig, Trash, Güsel, Abfall, Müll.

Das Kollektiv «hirshin&gaul» widmet sich in seiner Performance dem Plastik wortwörtlich als Kunst-Stoff. Es nähert sich dem ästhetischen Wert des Materials und fühlt der ambivalenten Beziehung zwischen Mensch und Kunststoff auf den Grund.

TRANS:FORMATOR

KOMA und bewegungs-art, Freiburg (CH/D)

inKONTINENTs

Irene Carreño Monsalve , Andreas Kubny, Alena Kundela, Tomasz Przytycki, Magdalena Weniger

Archplatz Winterthur: 5 PerformerInnen um einen riesigen Haufen bunter Klamotten. Ein Reigen Mitgefangener - gefangen von und in der Inkontinenz.

Dieses „Unvermögen etwas zurückzuhalten“ wird bezogen auf unsere Gesellschaft: Gier, Kaufrausch, Egoismus, Ignoranz zum Wohle der eigenen Bedürfniserfüllung. Es reicht heute nicht mehr, unseren Körper zu bedecken, sondern er muss stets im aktuellen Trend ausgestellt werden. Ignorierend, wer die Kosten unseres Konsums trägt. -Unsere Welt, unsere 5 Kontinente sind bunt. Unsere 5 Kontinente sind miteinander verwoben, vernäht, schon an vielen Stellen geflickt, abhängig voneinander.

Der Kleiderrausch beginnt! Die PerformerInnen bestücken sich mit Kleidern des bunten Haufens. Die Taschen werden nie voll, alles fällt durch unsere Einkaufstüten. Es braucht immer mehr. Etwas, was besser passt oder trendiger ist.

Wir beginnen zu tauschen, werden nackt, werden bedeckt, weil wir beschenkt werden. Mit blossen Armen und einer schrecklichen Hose stehen wir nun hier. Welcher Zuschauer legt als erster sein Shirt auf den Haufen, damit es in den re-cycle aufgenommen wird?